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2. Jahrestag der Freiheitsbewegung im Iran

Mitte Juni 2009 begannen Millionen von Menschen im Iran mit dem Ruf  „wo ist meine Stimme“ eine Demokratiebewegung, die sich immer weiter ausweitete. Es kamen Forderungen nach freien Wahlen, Anerkennung aller Bürgerrechte, Beendigung der politischen Unterdrückung und ökonomische Forderungen. IranerInnen haben nach dem Staatsputsch bei den Wahlen 2009 eine Zeitlang protestiert und sind auf die Strasse gegangen um  die Herrschaft des  unterdrückenden religiösen und militärischen Regimes zu beenden.

Diese große Protestbewegung hat Menschen in anderen Ländern der Region dazu ermutigt, ebenfalls auf die Straße zu gehen und sich gegen die jahrzehntelangen Diktaturen in ihren Ländern zu erheben.

Die Islamische Republik Iran hat in den vergangenen zwei Jahren all ihrer Möglichkeiten genutzt um die friedliche Protestbewegung der informierten Menschen im Iran massiv zu unterdrücken und zu zerschlagen. Doch die Bevölkerung hat sich nicht dazu verleiten lassen Gewalt mit Gewalt zu beantworten  – haben aber auch keinen Moment mit ihrem Protest aufgehört.  In dem Wirrwarr der Grabenkämpfe der unterschiedlichen Gruppierungen innerhalb des herrschenden Regimes lassen sie sich nicht beirren – selbst nach dem Abgang von Ahmadinejad  und seinen Anhängern werden sie weiter für ihre berechtigten Forderungen kämpfen.

Auf den Straßen und in den Gefängnissen des Regimes halten Tausende mit ihrem Widerstand die Erinnerung an Menschen wie Neda und Sohrab und Farzad und Schirin und Taraneh lebendig.

Und die Herrscher der Islamische Republik haben Angst vor jeder Versammlung – selbst wenn es nur eine Trauerfeier zur Erinnerung an einen verstorbenen Helden ist. Während der Trauerfeier für ihren Vater Ezzatollah Sahabi, einem alten Widerstandskämpfer starb Hale Sahabi – eine Frauenaktivistin durch die Angriffe der Sicherheitskräfte des Regimes.

 

Auch in den Gefängnissen sind die Gefangenen nicht vor Übergriffen geschützt. Hoda Saber, ein politischer Aktivist und Journalist wurde während seiner Haft und seines Hungerstreikes geschlagen und verstarb an den Folgen.

Die Zahl der Hinrichtungen steigen täglich – der Iran steht bei der Anzahl der Hinrichtungen im Verhältnis zur Einwohnerzahl weltweit an erster Stelle. So kann man in der gemeinsamen Erklärung der Internationalen Organisation für Menschenrechte und der Organisation zur Verteidigung der Menschenrechte im Iran am 06. Juni 2011 lesen:

Nach inoffiziellen Berichten haben die Regierungsmitglieder im Mai die Hinrichtung von mindestens 60 Personen zu verantworten. Diese Zahl beinhaltet nicht die im Laufe von etlichen geheim gehaltenen Hinrichtungen im Wakil-Abad Gefängnis in Mashad im Nordosten des Landes.

offiziell bestätigten Hinrichtungen:

  • 2005:   94 Hinrichtungen

  • 2006: 177 Hinrichtungen

  • 2007: 335 Hinrichtungen

  • 2008: 346 Hinrichtungen

  • 2009: 388 Hinrichtungen

  • 2010: 252 Hinrichtungen

(+ über 300 weitere Hinrichtungen)

  • 2011: bis Ende Mai über 180 Personen

(+ über 120 weitere Hinrichtungen)

Das Regime der Islamischen Republik nutzt das Einkommen des Landes um seine Armee und seine Schergen zu finanzieren. Mit seiner menschenverachtenden Politik gerät es immer weiter in die Isolation .

Zusammen mit der Bevölkerung im Iran fordern wir die Abschaffung einer klerikalen Regierung und eine Trennung von Staat und Religion. Wir fordern die Anerkennung von  sozialen, politischen , wirtschaftlichen, kulturellen und bürgerlichen Rechte im Rahmen einer Verfassung, die auf der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und anderer international anerkannter Rechte basiert.

Wir fordern…

  • sofortige Freilassung aller politischer Gefangenen,
  • Redefreiheit,
  • Freiheit zur Bildung von Parteien,
  • Versammlungsfreiheit,
  • Beendigung der Folter
  • Ende der Hinrichtungen,
  • Beendigung der Hausarreste von PolitikerInnen.

18.06.2011

München Hilft Iran

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