Aktionen

Große Unterstützung in München für den Kampf gegen die Todesstrafe im Iran

Über Tausend Menschen haben innerhalb von 4 Stunden einen Brief an die Bundeskanzlerin Frau Dr.  Merkel und an die kirchliche Leitung der katholischen und evangelischen Kirche in Deutschland unterschrieben und damit ihre Unterstützung für den Kampf für die Abschaffung der Todesstrafe und ihren Protest gegen die Hinrichtungen im Iran zum Ausdruck gebracht.

Als wir am Samstag 15. Mai unseren Infostand am S-Bahn-Ausgang Rosenheimer Platz vor dem Gasteig aufbauten mit den Bildern der vor kurzem Hingerichteten, den Transparenten „Stoppt die Hinrichtungen“ und unsere Unterschriftlisten auslegten waren wir nicht sicher, ob wir die Aufmerksamkeit der PassantInnen und Teilnehmenden der Veranstaltungen des Kirchentages im Gasteig auf uns ziehen und sie dazu bewegen können unseren Aufruf zu unterschreiben.
Es dauerte nur wenige Minuten, bis wir eines Besseres belehrt wurden. Nicht nur, dass die Menschen, die pünktlich zur Veranstaltung kommen wollten geduldig warteten, um ihre Unterschrift leisten zu können, bekamen wir auch viel Zustimmung und aufmunternde Worte für unsere Aktivität.

Während in der Philharmonie  der Bundestagsabgeordnete der Grünen Omid Nooripour  über die Notwendigkeit sprach, die iranische Regierung unter Druck zu setzen damit sie die Menschenrechte achtet, gab es an unserem Tisch spannende und interessante Gespräche mit Interessierten Männern, Frauen, MigrantInnen, jungen SchülerInnen und älteren KirchentagsbesucherInnen. Viele waren gekommen um am Ökumenischen Kirchentag teilzunehmen.
Viele diskutierten, ob diese Proteste erfolgreich sein können wenn doch die wirtschaftlichen Interessen sehr viel mächtiger sind und darauf abzielen den Iran als Handelspartner nicht zu vergrämen und die Milliardengeschäfte nicht zu verlieren. Von daher wären auch die politischen Interventionen seitens der Bundesregierung nur sehr lau in Hinblick auf die Menschenrechtsverletzungen in dem Land. Dennoch: Unterschrieben haben sie dann doch und wünschten uns viel Erfolg bei der Aktion.

Eine ältere Damen hatte zusammen mit anderen Den Iran im vergangenen Jahr vor den Wahlen am 12. Juni besucht und fragte mit Sorge, was man nun für dieses schöne Land und seinen Menschen tun kann. Ein anderer älterer Herr musste den Stift fest aufdrücken um gegen das Zittern seiner Hand anzugehen, so wütend machten ihn die Ereignisse im Iran und er meinte , dass es für dieses Land mit seiner Geschichte und seiner Kultur diese jetzige Regierung eine Schande sei. Er war nicht der einzige, der seinen Professorentitel vor seinen Namen setzte um der Petition Gewicht zu verleihen und zu zeigen, daß in allen gesellschaftlichen Gruppen der Bundesrepublik der Aufruf Unterstützung findet.
Trotz   des für diese Jahreszeit viel zu kalten und regnerischen Wetters konnten wir innerhalb von 4 Stunden über 1000 Unterschriften sammeln – dank der großen Unterstützung der Menschen die vorbeikamen und uns ermutigten – eine Belohnung für die Kälte und die Müdigkeit, die uns immer wieder überfiel. Im folgenden Kurzfilm bekommen Sie einen Einblick in unsere Aktion am 15. Mai 2010 in München.
www.youtube.com

logo2

An die Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel,

In der Islamischen Republik Iran ist die Zahl der Hinrichtungen, vor allem von politischen Gefangenen seit Beginn des Jahres stark angestiegen.  Zum ersten Mal wurden zwei Personen hingerichtet wegen Ihrer Teilnahme an den Protesten nach den Wahlfälschungen am 12. Juni 2009. Am 9. Mai 2010 wurden 5 politische Gefangene, darunter 4 Angehörige der unterdrückten kurdischen Minderheit, davon ein Lehrer sowie eine Frau aufgehängt.

Wie Sie wissen steht dieses Regime in Hinblick auf die Anzahl der Hinrichtungen weltweit an zweiter Stelle nach der Volksrepublik China, gemessen an seiner Einwohnerzahl nimmt die Islamische Republik sogar den ersten Platz weltweit ein.

Derzeit sind Tausende von Inhaftierten im Iran, darunter 3 000 Afghanen zum Tode verurteilt. Eine große Anzahl politischer Gefangener sind vom Tode bedroht, mindestens 17 Angehörige der kurdischen Minderheit sowie mindestens 8 Personen, die im Zusammenhang mit den Protesten gegen die Wahlfälschungen im vergangenen Jahr verhaftet worden sind.

Mit unserer Unterschrift bitten wir Sie:

  • Setzen Sie Sich bei der Regierung der Islamischen Republik Iran mit Nachdruck für einen Stopp der Hinrichtungen im Iran ein.
  • Fordern Sie über die VertreterInnen der Bundesrepublik Deutschland  in den relevanten Gremien der Vereinten Nationen die Ernennung eines Sonderberichterstatters für die Überprüfung der Menschenrechte im Iran.

logo2

An den Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferez, Erzbischof Dr. Zollitsch
An den amtierenden Ratspräsidenten der Evangelischen Kirche in Deutschland, Herrn Schneider

In der Islamischen Republik Iran ist die Zahl der Hinrichtungen, vor allem von politischen Gefangenen seit Beginn des Jahres stark angestiegen.  Zum ersten Mal wurden zwei Inhaftierte hingerichtet wegen Ihrer Teilnahme an den Protesten nach den Wahlfälschungen am 12. Juni 2009. Am 9. Mai 2010 wurden 5 politische Gefangene, darunter 4 Angehörige der unterdrückten kurdischen Minderheit, davon ein Lehrer sowie eine Frau aufgehängt.

Wie Sie wissen steht dieses Regime in Hinblick auf die Anzahl der Hinrichtungen weltweit an zweiter Stelle nach der Volksrepublik China, gemessen an seiner Einwohnerzahl nimmt die Islamische Republik sogar den ersten Platz weltweit ein.

Derzeit sind Tausende von Inhaftierten im Iran, darunter 3 000 Afghanen zum Tode verurteilt. Eine große Anzahl politischer Gefangener sind vom Tode bedroht, mindestens 17 Angehörige der kurdischen Minderheit sowie mindestens 8 Personen, die im Zusammenhang mit den Protesten gegen die Wahlfälschungen im vergangenen Jahr verhaftet wurden.

Gleichzeitig werden die Rechte der religiösen Minderheiten im Iran mit Füßen getreten. Die stärkste Unterdrückung erfahren die Angehörigen der nicht anerkannten Religionen wie die Mitglieder der Bahai-Religion, Angehörige verschiedener Derwischgruppen sowie Angehöriger mancher traditionellen islamischen Gruppierungen vor allem in der Provinz Balutschestan und teilweise in der Provinz Khusestan. Obwohl das Christentum in der Verfassung des Landes anerkannt wird gelten alle, die vom Islam zum Christentum übertreten als Abtrünnige, ihnen droht im Fall einer Verurteilung die Todesstrafe. Im November 2009 wurden die Akten der beiden Christinnen Maryam Rostampour und Marzieh Amirzadeh-Esmailabad mit dieser Anklage ans Gericht weitergeleitet.

Mit unserer Unterschrift bitten wir Sie:

Setzen Sie Sich mit Nachdruck bei der Regierung der Islamischen Republik Iran dafür ein, dass

  • die Unterdrückung der religiösen Minderheiten beendet wird
  • Die Gefangenen aus Gewissensgründen freigelassen werden
  • Die Todesstrafe abgeschafft wird

Bericht (in Farsi) veröffentlicht in: 1 2 3 4 5

Video: YouTube Preview Image

  • Share/Bookmark

Leave a Reply

 

 

 

You can use these HTML tags

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>