Stoppt die Hinrichtungen im Iran
Am Mittwoch, den 28. Januar 2010, Mohammad Reza Ali Zamani (46) und Arash Rahmani Pour (20) im Iran hingerichtet. Die beiden waren Monate vor den Protesten von Millionen Iraner gegen die Wahlfälschung von Juni 2009 verhaftet worden. Es hat immer geheißen, die beiden wurden massiv gefoltert, damit man ihre Geständnisse erzwingt. Die Rechtsanwältin von Arash Rahmani Pour, Frau Nasrin Sotudeh durfte nicht an den Prozessen gegen ihres Mandanten teilnehmen und konnte in der einjährigen Zeit seiner U-Haft ihn insgesamt nur 15 Minuten sprechen. Der Vater von Rahmani Pour erfuhr die Hinrichtung seines Sohnes in den Nachrichten.
Das despotische Regime im Iran missachtet Rechte und Freiheiten der Iraner und sieht ihre wichtigste Aufgabe darin, mit Hilfe der bezahlten Paramilitärs und Teile der Militärs, Terror und Schrecken zu verbreiten und damit die Menschen zwingen, sein Islam zu achten und zu gehrochen. Das Regime unterdrückt Frauen, junge Menschen, religiöse Minderheiten und fast alle gesellschaftlichen Gruppen wie Lehrerinnen und Lehrer, Arbeiter und Studenten. Die Unzufriedenheit der Iraner wächst ständig: Die Wirtschaft ist ruiniert, Arbeitslosigkeit und Inflation drückt ständig auf die Stimmung der Menschen, Iran ist in der Region und der Welt politisch isoliert und die Gefahr von weiteren wirtschaftlichen Sanktionen sowie die Gefahr eines Krieges mit unabsehbaren Folgen für das Land, bedroht seit langem den Frieden und das Land.
Doch die Hinrichtungen, Erschießungen auf der Straße, Vergewaltigung und Tötung von Gefangenen unter Folter, haben die Menschen nicht eingeschüchtert, sondern sie wurden immer wütender und ihre Proteste wurden trotz allen Repressalien immer stärker.
Dass die Hinrichtungen das Ziel verfolgen die Iraner weiterhin einzuschüchtern und von den Protesten abzuhalten, zeigt u.a. die Tatsache, dass die Medien des Regimes es nicht einmal für notwendig hielten, den genauen Grund für die Hinrichtungen bekanntzugeben: Während IranPress-TV berichtet die beiden seien wegen der Sprengung einer Moschee 2008 in Shiraz verurteilt worden, behauptete ISNA, eine weiter Nachrichtenagentur, die Hinrichtungen sind in Zusammenhang mit den Protesten nach den Wahlen vollstreckt worden.
Nun sind weitere 9 Gefangene in Teheran und 20 kurdische Gefangene in großer Gefahr, hingerichtet zu werden. Wir rufen alle freiheitsliebenden Menschen, sowie politische und Menschenrechtsorganisationen dazu auf sich für den Stopp der Hinrichtungen im Iran einzusetzen und die Iraner in ihrem Kampf für Frieden, Freiheit und Demokratie in ihrem Land zu unterstützen.
Bitte kommt zahlreich – möglichst in dunkler Kleidung
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